Organische Chemie im alltäglichen Leben
Die organische Chemie spielt in vielen Bereichen unserer Umwelt eine große Bedeutung. Prinzipiell besteht der ganze Mensch aus organischer Chemie. In ihm laufen dauernd Reaktionen der organischen Chemie ab. Die organische Chemie ist involviert bei unseren Nahrungsmitteln. Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette sind Bereiche der organischen Chemie. Vitamine sind organische Stoffe und können synthetisch hergestellt werden. Kohlenwasserstoffe kommen in Erdöl vor und werden als Energieträger und anderes benutzt. Kleidung aus Wolle, Baumwolle oder auch als synthetischen Fasern ist organische Chemie. Holz und Kunststoffe ebenso. Medikamente, Hygiene-Mittel und Farbstoffe sind Produkte der organischen Chemie, die aber auch teilweise von der Natur selbst hergestellt werden.
Chemie in der Nagelmodellage
Der Trend zu Naturprodukten in der Kosmetik ist längst kein neuer mehr. Unwillkürlich weckt der Begriff "Natur" positive Assoziationen. Dabei ist der eher negativ besetzte Begriff "Chemie" in diesem Zusammenhang zu unrecht auf der Außenseiterposition. Denn chemische Abläufe und Reaktionen finden zu Hauf im Alltagsleben statt und davon sind auch die Naturstoffe nicht ausgenommen.Keimfreiheit durch chemische Prozesse
Auch die Nagelmodellage ist hiervon nicht ausgenommen. Allein im Bereich Hygiene und Desinfektion sind es vorwiegend die chemischen Prozesse, die für Sauberkeit und Keimfreiheit sorgen. Die Inhaltsstoffe verschiedener Desinfektionsmittel beseitigen Bakterien und Viren, was für ein Nagelstudio oder die Nagelmodellage insgesamt unverzichtbar ist.
Chemische Haftung schafft gute Verbindung
Für die praktische Nagelmodellage selbst setzt der Einsatz von Chemie mit dem Auftrag des Haftvermittlers ein. Denn die sogenannte "chemische Haftung" erweist sich allein dadurch so haltbar, dass chemische Prozesse zwischen dem Haftvermittler und dem Naturnagel stattfinden. Die in der Haftgrundierung enthaltenen Wasserstoffatome suchen gezielt die Sauerstoffatome des Naturnagels und gehen mit diesen eine Verbindung ein. So kann sich eine stabile Basis für den gesamten Aufbau der Modellage bilden.
Chemische Reaktion der UV-Gele unter Lichteinfluss
Chemische Vorgänge sind auch die Grundvoraussetzung für haltbare Modellagen aus UV-Gelen, die ohne Chemie gar nicht machbar wären. Um die Reaktion bei der Verwendung von UV-Gelen in Gang zu setzen, braucht es den Einsatz der UV-Lampe. Denn UV-Gele sind Kunststoffe, deren Aushärtung unter Lichteinfluss geschieht. Aber was genau passiert mit der Modellage, während sie dem Licht ausgesetzt ist?
Polymerisation - Moleküle verbinden sich
Während der zweiminütigen Aushärtung im UV-Licht findet die sogenannte Polimerisation statt. Dieser komplizierte Begriff beschreibt den chemischen Vorgang, in denen ganz bestimmte Moleküle des UV-Gels aktiv werden. Diese Moleküle - sie werden Monomere genannt - beginnen sich unter Lichteinfluss miteinander zu verbinden. Auf diese Weise entstehen lange Molekülketten - die Polymere.
Natürlich ist dieser Vorgang nicht sichtbar - doch er ist spürbar und jedem bekannt, der die Nagelmodellage anwendet oder anwenden lässt. Bei der molekularen Bewegung entsteht natürlich Reibung. Die daraus wiederum entstehende Wärme ist während der Aushärtzeit als Hitzeentwicklung am Nagel spürbar.
Unterbrechung der Reaktion schmälert das Ergebnis
Wer die chemischen Vorgänge kennt, der versteht auch, warum die Aushärtzeit unbedingt ohne Unterbrechung eingehalten werden muss. Denn unterbricht man die zweiminütige Lichteinstrahlung unter der UV-Lampe, so unterbricht man zugleich auch den chemischen Vorgang der Polymerisation, also die Bildung der Molekularketten. Die Folge wäre ein nur unzureichender Aufbau und eine Beeinträchtigung der Haltbarkeit für die Nagelmodellage.





