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pi-und sigma-bindung
was ist das und wo ist der unterschied...
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saky      

13.07.2006, 00:15
Mitglied seit 07/2006     4 Beiträge

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Betreff: pi-und sigma-bindung
hiiiiiiilfe!

ich schreib am montag ne klausur über organik und muss fürs weiterlernen wissen was pi- und sigma-bindungen sind. u.z. brauch ich ne erklärung für vollitioten auf dem gebiet!

hab mir die erklärung in eurer wissensecke mal durchgelesen und peils immernoch nicht... kann mir einer helfen und das noch einfacher erklären für totale chemie-noobs?

gruß saky
Avatar Christoph      

13.07.2006, 11:21
Mitglied seit 10/2004     228 Beiträge

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Hallo Saky,

die Antwort darauf ist eigentlich relativ einfach.

Sigma-Bindungen sind direkte Verknüpfungen zwischen zwei Atomen. Wenn Du Dir also ein Wasserstoffmolekül (also bestehend aus zwei H-Atomen) anschaust, so wirst Du eine Sigma-Bindung zwischen den beiden Atomen finden.

Pi-Bindungen werden durch seitliche Überlappungen gebildet. P-Orbitale, die so aussenden wie Hanteln, prallen NICHT mit Hantelende auf Hantelende zusammen und binden sich, sondern kommen mit den Hantel-Längsseiten zusammen und binden sich gemeinsam. Es ist also eine Bindung an der Seite.

Pi-Bindungen treten in Molekülen auf, wo die p-Orbitale so stehen, dass dies möglich ist. Also z.B. ist die Doppelbindung von Kohlenstoff aus einer Sigma-Bindung und einer Pi-Bindung aufgebaut. Die Dreifachbindung aus einer Sigma und zwei Pi-Bindungen.

Alles klar?

Gruss
saky      

13.07.2006, 15:02
Mitglied seit 07/2006     4 Beiträge

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kk, bis jetzt schon... denk ich

und wenn ich jetzt irgendwo lese, da ist aus ner pi- ne sigma-bindung geworden. dann sollts bei mir im kopf klick machen und ich weiß jetzt was über das neue bzw. alte molekül oder über die reaktion?

gruß saky
Avatar Christoph      

13.07.2006, 16:30
Mitglied seit 10/2004     228 Beiträge

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Hallo Saky,

prinzipell schon.

Am Besten kann man das an einem kleinen Bespiel veranschaulichen. Sehen wir uns einmal Ethen an. Es besteht aus zwei Kohlenstoffatomen mit einer Doppelbindung dazwischen. An den Seiten hat jedes Kohlenstoffatom auch noch zwei Wasserstoffatome.

Da eine Doppelbindung existiert, muss eben halt die Doppelbindung aus einer Sigma und einer Pi-Bindung bestehen. Wird nun die Pi-Bindung zur Sigma-Bindung, existiert keine Doppelbindung mehr, sondern jedes Kohlenstoffatom hat nur noch vier Sigma-Bindungen (zwei zu den Wasserstoffatomen, eine zu dem weiteren Kohlenstoffatom und eine zu dem neuen Atom). Übrigends wechselt hierbei nun auch die Hybridisierung von sp2 nach sp3.

Eine solche Reaktion wäre beispielsweise folgende:

H2C=CH2 + H-Br ---> H2BrC-CH3

Gruss
saky      

13.07.2006, 16:40
Mitglied seit 07/2006     4 Beiträge

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ok... ich glaub so langsam kreisen wir das problem ein....

in meinem chemie-skript steht so'n satz: wir können schon aus dieser einfachen Berechnung sehen, dass Alkene reaktiver als Alkane sind, weil bei der Umwandlung der pi- in eine sigma-Bindung ein energetisch günstiger Zustand erreicht wird.

die meinen doch damit dass sie ein alken in ein alkan umwandeln und das gesättigte alkan energetisch günstiger ist, oder? falls das so ist, weiß ich endlich woher meine ganze verwirrung kam, dachte nämlich die ganze zeit die meinen das andersrum: also umwandlung vom alkan zum alken was dann energetisch günstiger ist...

hoffe ma ich habs jetzt gerafft

gruß saky
Avatar Christoph      

13.07.2006, 18:06
Mitglied seit 10/2004     228 Beiträge

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Ja, das ist so.

GESÄTTIGE Kohlenstoffverbindungen sind stabiler als UNGESÄTTIGTE.

Das ist von der Bindungsenergie ableitbar. Für eine Sigma-Bindung ist eben halt mehr Energie da als für eine Pi-Bindung. Somit ruht eine Sigma-Bindung in einem stablieren Zustand.

Gut, hoffe, nun ist die Frage komplett gelöst. Allerdings muss man sich auch nicht von einzelnen Sätzen im Chemieskriptum verwirren lassen. Manchmal sind diese sogar falsch und dann kaut man darauf herum, nur um nach zwei Wochen zu erfahren, dass sie tatsächlich falsch sind...  :wand:
saky      

13.07.2006, 18:14
Mitglied seit 07/2006     4 Beiträge

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hehe... juhuuu danke

mein prob war nur, dass ich des eh nicht kapiert hatte und da bringt einen wohl jeder satz ausm konzept  :red:, naja und es war halt relevant um den rest des skripts zu kapieren... bin sogar schon ein ganzes stück weitergekommen dank deiner schnellen hilfe  :-D 

gruß saky

p.s.: wie gesagt, chemie ist bei mir ne reine katastrophe und am liebsten würd ich die ganze prüfung lang nur  :wand:
Dieser Beitrag wurde 2 mal verändert, zuletzt am 13.07.2006, 18:17 von saky
Avatar Christoph      

13.07.2006, 18:26
Mitglied seit 10/2004     228 Beiträge

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Ja, ist schon schwer... Allerdings gibt es ja immer noch eine Nachklausur. Wenn man es in der ersten nicht packt, dann kann man über die Ferien nachlernen und schafft es dann in der zweiten.
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