Forum: Übersicht, Chemie, Allgemeine Chemie
Flüssigkeiten
Beiträge 
Tiffy      

10.01.2006, 20:54
Mitglied seit 10/2005     14 Beiträge

Link
Betreff: Flüssigkeiten
Hallo Leute!
Letztens in Chemie wurde uns erklärt, dass Flüssigkeiten bestrebt sind eine möglichst kleine Oberfläche zu haben. Daher ist der Wassertropfen ja auch kugelförmig. Die Erklärung dafür hab ich allerdings nicht so ganz mitbekommen, kann mir da vielleicht jemand weiterhelfen? Warum sind Flüssigkeiten bestrebt eine kleine Oberfläche zu haben?
Danke!
Samoht      

13.01.2006, 22:36
Mitglied seit 01/2005     26 Beiträge

Link
Betreff: Flüssigkeiten
Hallo,
es ist wohl anzunehmen, das es nicht nur mit der Flüssigkeit zu tun
hat, sondern auch mit dem Druck der das ganze umschliesst...
Ich mache mich mal schlau...

Was meint denn der admin?
Avatar Christoph      

15.01.2006, 12:20
Mitglied seit 10/2004     232 Beiträge

Link
Hallo Tiffy, hallo Samoht,

dies ist ein Teilbereich der physikalischen Chemie und wird Chemie der Grenzflächen oder Chemie der Oberflächen genannt.

Ich habe mal in einer Vorlesung gehört, dass man dies mit einem der Hauptsätze der Thermodynamik begründen kann und sogar berechnen kann:

Wenn ein Tropfen von einer Pipette in ausreichende Tiefe fällt, so ist er zunächst nicht kugelförmig, sondern tropfenförmig. Ab einer bestimmten Position (Geschwindigkeit) ist er dann eine Kugel. Die Form kann man mathematisch ganz genau ausrechnen.

Ist die Frage, in welcher Tiefe Du gerne eine Erklärung bekommen möchtest. Leider bist Du bei mir jedoch auch an der falschen Adresse, da ich physikalische Chemie nicht so gehört habe.

Christoph
diddan      der SiliFutzi   

26.08.2009, 14:26
Mitglied seit 08/2009     15 Beiträge

Link
Betreff: oberflächenspannung
ist zwar wahrscheinlich um jahre zu spät, aber es hätte was mit den VanDerWaals zu tun - z.B.
Allgemein gesprochen haben die Flüssigkeitmoleküle Wechselwirkungen, die darauf hinzielen, dass die Moleküle sich gegenseitig anziehen.
Ein Molekül in der Mitte des Tropfens erfährt Kärfte in alle verschiedenen Richtungen quasi gleichermaßen. Ein Molekühl an der Oberfläche dagegen erfährt diese anziehenden Kräfte quasi nur in eine Richtung - es beginnt also Richtung Tropfenmitte zu wandern. Dem Nachbarmolekül gehts ähnlich und so weiter. Da in der Tropfenmitte aber bereits Moleküle vorhanden sind, haben diese Oberflächenmolekühle jedoch sozusagen Gegenverkehr - was sich in Form von Druck wieder als nach außen gerichtete Kraft auswirkt. Je stärker die Moleküle nach innen gezogen werden, desto stärker ist dieser Gegendruck. Es kommt zum Wettstreit zweier positionsabhängiger Kräfte.
Irgend wo gibt es einen Punkt, an dem sind die Kräfte gleich groß und somit wird das Molekühl nicht mehr bewegt -  :*) und logischerweise ist dieser Punkt richtungsunabhängig immer gleichweit vom Mittelpunkt des Tropfens entfernt ... siehe Gravitationsgesetz. :finger: 

Damit ist übrigens auch erklärt, warum Planeten und Sterne so ca. rund sind.  ;-)
Gehe zu Forum