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Massenwirkungsgesetz
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Zündkerze      

01.10.2006, 20:28
Mitglied seit 10/2006     1 Beitrag

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Betreff: Massenwirkungsgesetz
Ich möchte gern das Massenwirkungsgestz erläutert haben.
Dabei interessiert mich vor allem das Phänomen der Rückreaktionen.
Möchte wissen,welche chemische "Wirkmechanismen" diesen zugrundeliegen.
Hinreaktionen sind ja einfach zu verstehen, nicht jedoch die R.
Es stellt sich für mich außerdem die Frage, welche Bindungsart bevorzugt die Rückreaktion ermöglicht.
Ich vermute, daß wohl am ehesten die atomaten Bindungen hierfür geeignet sind.
Avatar Christoph      

02.10.2006, 15:51
Mitglied seit 10/2004     228 Beiträge

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Hallo Zündkerze,

Hin und Rückreaktion werden nicht nur chemische Wirkmechanismen beeinflusst, sondern durch statistische Wahrscheinlichkeit bestimmt. Prinzipell hat jede Reaktion eine Hin und eine Rückreaktion. Bei manchen ist die Rückreaktion jedoch derart klein ausgeprägt, dass sie unter den Tisch fallen kann und man nicht mehr von einer Rückreaktion spricht, da sie quasi nicht stattfindet. Dies ist z.B. bei der Bildung von Ionen der Fall.

Die Geschwindigkeit der Hin und Rückreaktion wird dadurch bestimmt, wie gerne sich einzelne Atome an andere Atome andocken oder wieder abdocken. Je mehr Produkte das Stoffgemisch beinhaltet, desto mehr Edukte können auch wieder entstehen. Dementsprechend gibt es in der Mitte ein Gleichgewicht, welches sich einstellt.

Bei kovalenten schwächeren Bindungen findet man in der Regel Rückreaktionen.
diddan      der SiliFutzi   

26.08.2009, 13:52
Mitglied seit 08/2009     15 Beiträge

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Betreff: zusatzfrage Gleichgewicht
Ich habe die Massengleichung umgewandelt in eine Konzentrationsgleichung und will nun wissen, welche Temperaturgeschichte sich einstellt.
Erste herausforderun: ich kann die einzelnen Komponenten mit unterschiedlicher Temperatur beimischen. Dadurch resultiert doch, dass die jeweiligen Konzentrationen bzw Partialdrücke berechnet werden müssen.

zweite Herausforderun: die Temperatur der Molekühle wird sih während der Reaktion ändern, daraus resultiert dass das Gleichgewicht sich einpendeln müsste

dritte Herausforderung: wie geb ich an, dass ein Stoff stetig nachfließt während ein andere stetig abgepumpt würde?
Mach ich das über die Konzentration dahingehend, dass erserer immer mit 1Mol/L vorliegt und letzterer mit Umgebungsdruck?

und las but not least:
wenn ich eine Gleichung hab wie etwa:
2 H2 + O2 <=> 2 H2O
und ein Gleichgewicht von 0,8
dann würde das bedeuten, dass im Mittel aus
100 H2 + 50 O2 => 80 H2O + 20 H2 + 10 O2
resultiert. Hab ich das so recht gecheckt?
Avatar Christoph      

26.08.2009, 14:19
Mitglied seit 10/2004     228 Beiträge

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Hmm, bei diesen Rechnungen stehe ich leider aud dem Schlauch. Man müsste auf jeden Fall die Reaktionsentalpie mit hinein rechnen. Allein diese zu berechnen soll allerdings nicht so trivial sein...
diddan      der SiliFutzi   

26.08.2009, 14:42
Mitglied seit 08/2009     15 Beiträge

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wäre jedenfalls super wenn ich da langsam mal jemand hätte, der sich wenigstens vertieft mit den Grundlagen auskennt.
Hab da was größeres vor, bin aber selber chemisch unbewandert...
Ich hab keine Möglichkeit das wiederholt auszuprobieren, mein erster Prototyp sollte schon zu 80% funktionieren, sonst bringts nix.
Das Problem dabei, viele Bekannte, die sich in Chemie auskennen, wissen immer nur was über Kohlenstoff... Silizium hat keiner noch so n blassen Dunst.. das macht das Datensammeln für mich Oberlaien nicht grad einfach.

Im moment will ich mir ein Rechenprogramm schreiben, welches mal in guter näherung die wichtigsten Eckdaten berechnet - wie z.B. das Gleichgewicht.

Auf dieser Seite hab ich gefunden, dass c(X)*RT = p(X) ist. Damit müsste ich dann doch einfach beim jeweiligen Stoff R*aktuelleTemperatur*Dichte(NN)/MolMasse berechnen und hätte somit den jeweiligen Partialdruck, mit dem ich dann das gleichgewicht berechnen kann... oder?
Avatar Christoph      

26.08.2009, 15:22
Mitglied seit 10/2004     228 Beiträge

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Ja, so sollte es gehen. Ich bin in Physikalischer Chemie nicht so bewandert. Habe dieses Fach nicht belegt. Das Problem ist, dass Du noch die Entalpie der Reaktion ausrechnen musst, wenn Du hier nicht schon Messwerte vorliegen hast. Dazu musst Du -- wenn ich mich recht erinnere -- über die Kristallgitterenergie gehen. Das soll sehr kompliziert sein.
diddan      der SiliFutzi   

27.08.2009, 00:58
Mitglied seit 08/2009     15 Beiträge

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ich frag mich eh schon die ganze zeit wie aus Partialdruck/Konzentration die Reaktion berechnet werden kann... sonst wär doch eigentlich jede reaktion gleich...

ok, und wo fließt diese Enthalpie in die Rechnung ein? kommt in der Formel schließlich nicht vor...
Avatar Christoph      

27.08.2009, 13:14
Mitglied seit 10/2004     228 Beiträge

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Die Formel ist nur ein Teil der Rechnung, die gemacht werden muss. Aber wie schon gesagt, kann ich Dir da leider nicht viel weiter helfen.
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